Ein gewohntes Leben, dass man sich über Jahre aufgebaut hat, möchte man nicht so einfach verändern. Lebensveränderungen, wie zum Beispiel eine neue Wohnung oder auch eine neue Arbeit  in einer anderen Stadt tun manchmal weh, weil sie viele Lebensveränderungen beinhalten. Oft werden die Vorteile und Nachteile gegeneinander abgewogen und dann eine sachliche Entscheidung getroffen.

Bei alkoholkranken Menschen sind manchmal Lebensveränderungen notwendig, die anfänglich nur Nachteile zu haben scheinen, wodurch natürlich auch Verzichtsgedanken aufkommen können, wenn man noch nicht wirklich eingesehen hat, dass diese Lebensveränderungen mitunter lebensnotwendig sein können.

Bei alkoholkranken Menschen ist es besonders wichtig, dass keine Verzichtsgedanken aufkommen, weil sonst die Gefahr besteht, dass immer die Nachteile und Vorteile des alten Lebens mit dem neuen Leben aufgewogen werden. Da das nüchterne Leben natürlich nicht frei von Sorgen und Problemen ist, diese Probleme sogar oft noch deutlicher hervor kommen, kann sich beim abwägen, die Waage in den Gedanken auch mal zur falschen Seite bewegen.

Neben der Einsicht in die Alkoholkrankheit sollte sich jeder bewusst machen und das immer wieder, warum er oder sie den nüchternen Weg eingeschlagen hat. Probleme kann man lösen, wenn man sich Hilfe sucht. Ein Rückfall in den Alkoholkonsum kann aber das Leben kosten.

Deshalb kann es im neuen alkoholfreien Leben gar keine so großen Nachteile geben, die Vorteile aufwiegen, wenn man seinen persönlichen Tiefpunkt erreicht hat.